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Ute Lange

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Teneriffa

von und mit Ute Lange

gesendet am: 17.03.2003

Eine Insel zum Träumen

In der Technik: Udo Wecke

    Sonne, Meer und Palmen zur kalten Winterzeit,
    wer wünscht sich das nicht ?

    Wenn Sie möchten, können Sie mit mir fliegen. Unser Flieger mit dem Ziel Teneriffa, eine der Kanarischen Inseln, geht um 12.05 Uhr von Hannover. Wir treffen uns dort um 10.30 Uhr. Einverstanden?
    Hallo, da sind sie ja, wir können einchecken. Unsere Boing 737 800 mit 179 Passagieren an Bord ist startklar.  Ist Ihnen auch etwas komisch im Magen ?   Los geht’s.
    Gott sei dank, wir sind oben.

    Unsere Flugroute geht von Hannover aus über Frankreich, an Paris vorbei, über Protugal, dann weiter über den Atlantischen Ozean in Richtung Kanarische Inseln. Es ist schon Wahnsinn! Wir fliegen mal eben 2.802 km bis fast nach Afrika.
    16.00 Uhr, endlich haben wir nach nun fast 5 Stunden Flug, eine Stunde Zeitverschiebung berücksichtigt, unser Ziel erreicht. Der Flieger setzt zur Landung an, aber vorher dreht er noch ein große Schleife über dem Meer, der Blick ist traumhaft. Sind Sie auch schon so aufgeregt wie ich?
    Wir landen auf dem Aeropuerto del Sur auf Teneriffa. Das Wetter ist einfach herrlich, die Sonne lacht und ich schwitze in meinen warmen Sachen.
    Der Transfer vom Flughafen klappt hervorragend, ca. 30 Minuten später sind wir schon in unserem Hotel.

    Teneriffa, in der Landessprache Tenerife, ist die größte der Kanarischen Inseln. Sie gleicht in ihrem Umriss einem nordostwärts gerichteten gleichschenkeligen Dreieck in einer Größe von 2.057 Quadratkilometern und ist, wie alle Kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Was diese Insel von den anderen unterscheidet ist der krasse Gegensatz zwischen Norden und Süden. Durch höhere Feuchtigkeit im Norden gibt es dort viel Grün mit einer üppigen Vegetation.  Man findet Dattelpalmen, Kiefern, Lorbeerbäume und Bananenpflanzen Charakteristische für die Kanaren ist der Drachenbaum. Dagegen bestimmen Ockertöne durch ein trockenes und sonniges Klima den Süden, was durchaus seinen Reiz hat und die Naturgewalten der Vulkane mehr verdeutlicht als im Norden.

    Unser Feriendomizil befindet sich im Süden, in der Region Adeje. Das Hotel liegt direkt an der Strandpromenade in der Nähe der kleinen Badebucht Casa del Duque. Wunderbar zum Sonnen und Baden. Ein nettes Lokal lädt auch die "Wasserscheuen" zum längeren Verweilen ein. Der Tourismus ist hier noch überschaubar. Wer es allerdings etwas voller mit viel Aktion mag, der verbringt sicherlich seinen Urlaub in Los Christianos oder an der Playa de las Americas. Hier findet man einen breiten Badestrand zum Sonnen und Baden. Es gibt umfangreiche Angebote für Tag und Nachtstunden. Ich ziehe es etwas ruhiger vor. Liebe gemütliche Abende auf der Hotelterrasse mit Blick auf das Meer, Musik und einem guten Getränk. Das kann Wein aber auch ein herrlich frischer Obstsaft sein.

    Falls auch Sie romantische Augenblicke mögen, kommen Sie doch morgens so gegen 5.00 Uhr mit mir auf den Balkon und sehen sich den Sternenhimmel von Teneriffa an. Es ist wunderbar, das tiefe Blau des Himmels, das Glitzern der zum Greifen nahen Sterne und das Rauschen des Meeres.

    Wir machen unsere Inselerkundungen etwas anders als die meisten Besucher. Nicht mit einem Reiseunternehmen und auch nicht mit einem Mietwagen. Unser Hotel ist uns bei der Suche nach einem netten freundlichen und vor allem ortskundigen Taxifahrer behilflich. So treffen wir Joan. Wir handeln mit ihm einen Festpreis aus, pro Stunde 20 Euro. Diese Art der Erkundung ist zwar etwas teurer, aber es lohnt sich. Wenn Joan uns abholt, fragt er immer: "Senora wohin?". Ich zeige ihm dann auf der Karte wo ich hin möchte und er antwortet immer: "Kein Problem, kein Problem." Joan spricht zwar nicht viel Deutsch, aber er versteht mich und fährt uns auch an Stellen, wo nicht viele Touristen hinkommen.

    Los geht’s!

    Das war ein wunderschöner Tag und ich freue mich jetzt auf ein leckeres Abendessen.

    Nach einigen Tagen nur Sonne, gutem Essen und Faulenzen, wollen wir nun ein zweites Mal auf Inselerkundung gehen.
    Joan steht um Punkt 10.00 Uhr vor dem Hotel, hält mir die Wagentür auf und fragt: "Seniora wohin?". Unser Ziel ist das
    Teno-Gebirge.

    Auch das Anaga-Gebirge am Nordzipfel der Insel zeigt in eindrucksvoller Weise den Unterschied zwischen dem kargen Süden und dem grünen Norden.
    Dorthin fahren wir einige Tage später.

    Am Hotel angekommen schenkt Joan mir zum Abschied eine Figur aus Lavagestein mit den Worten: "Für die Senora als Erinnerung."

    Ihnen ist vielleicht aufgefallen, falls sie Teneriffa schon kennen, dass ich Sie nicht zu den Touristenattraktionen wie z.B. dem Botanischen Garten oder aber dem Loro Parque geführt  habe, sondern mit Ihnen in die beeindruckende, gigantische Bergwelt  Tenerifes gefahren bin. Sollte Ihnen dieser Teil der Insel nicht zusagen, gibt es sicherlich noch viele andere Ziele die Ihnen gefallen werden. Es lohnt sich auf jeden Fall mehr Zeit in den Städten Santa Cruz, Porto de la Cruz, La Laguna usw. zu verbringen. Auch ein Besuch der kleinen Nachbarinsel La Gomera ist empfehlenswert.

    Leider geht auch der schönste Urlaub zu Ende.

    Ich trenne mich ungern von dieser schönen Insel mit dem blauen Meer, dem sonnigen Wetter und den glitzernden Sternen.
    Ich werde Tenriffe sicher noch einmal besuchen, die Eindrücke der Bergwelt vertiefen und noch nicht gesehenes bestaunen.
    Vielleicht treffen wir uns dort
    .

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