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Ute Lange

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Singen

von und mit Ute Lange

gesendet am: 21.12.2003

In der Technik: Udo Wecke

Singen, jeder kann´s !

Jeder kann´s, vielleicht doch nicht jeder, oder?
Doch ich denke, jeder kann´s, aber kaum einer traut sich, viele würden es allzu gerne tun:
Die Rede ist hier vom Singen!!

Seien Sie mal ganz ehrlich, würden Sie nicht auch gern öfter aus vollem Hals singen?

Kennen Sie das Gefühl ganz alleine, selbstvergessen zu träller und dabei auf die eigene Stimme zu lauschen. Vielleicht kommen Sie sogar zu der Erkenntnis, dass Sie gar nicht so schlecht singen.

Wenn Sie es schon probiert haben, wissen Sie, dass sich nach einiger Zeit die Stimmung hebt. Die Arbeit, bei uns Frauen z.B. Bügeln oder Putzen, bei den Herren evtl. Rasenmähen oder Keller aufräumen, geht einem viel schneller von der Hand.

Wir sollten uns vielleicht ein Beispiel an unseren Kindern nehmen, die meistens gerne und oft singen.
Schon 20 Minuten ein Liedchen trällern, egal was und wie gut, steigert die Leistungsfähigkeit. Es heißt sogar, wer häufig lange singt, ist ausgeglichener und selbstbewußter, kann besser mit Sorgen und Stress umgehen.

Auch bei Trauer kann Singen helfen. Der Klang der eigenen Stimme beruhigt.

Wer bei Angst lange genug singt, bekommt wieder einen klareren Kopf und kann dann überlegter handeln.

Denken Sie mal an Ihre Kindheit, haben Sie nicht auch laut gesungen, wenn Sie in den dunklen Keller gingen und Angst hatten. Ich kann mich daran noch gut erinnern.
Wenn das alles so ist, frage ich mich allerdings wirklich, warum singen wir dann eigentlich nicht häufiger?
Ich glaube, die meisten von uns singen wenig, weil wir uns tatsächlich nicht trauen. Wir haben Hemmungen und Angst, dass wir nicht gut genug singen und uns blamieren.

Dabei ist das Singen die wohl früheste und ursprünglichste Art musikalischer Betätigung.
Es ist von Völkern ohne Musikinstrumente die Rede, aber nicht ohne Gesang und Anlässe zum Singen gab es schon immer. Dazu gehören: Freude, Trauer, Krieg, die Arbeit, der Glaube und natürlich die Liebe.
Die Entstehung des Gesangs könnte man sich möglicherweise so vorstellen, dass beim Aussprechen von Worten bestimmte Tonhöhen gewählt wurden und dadurch eine Art “Singsang” entstand.
Da aber bis zur Zeit der Erfindung von Schallplatte und Tonband der Gesang nicht durch Tondokumente greifbar ist, lässt sich seine Entwicklung nicht genau verfolgen und vieles nur vermuten.
Wenn wir singen, sind wir größtenteils Hobbysänger. Wir singen so gut oder so schlecht wie wir können.

Aber man kann das Singen auch erlernen.
Im Musiklexikon habe ich folgendes über die Gesangskunst gefunden:
Sie erfordert die souveräne Beherrschung des Stimmapparates, präzise Artikulation und reine Intonation sowie sinnvolle Interpretation des Notentextes, verbunden mit persönlicher Ausstrahlung des Sängers auf das Publikum.
Meine Güte, das alles zu erlernen ist sicherlich ganz schön schwierig.
In der Unterhaltungsmusik existieren heutzutage Unmengen von verschiedenen Musikstilen und fast überall gehört der Gesang dazu.
Die allgemein als Popmusik bezeichnete Richtung, erstreckt sich bereits über viele Jahre der Musikgeschichte. Es ist eine Mischung entstanden unter anderem aus Schlagern, Blues und Rock. Gemeinsam haben Sie alle eine sehr eingängige Musik, die dadurch leicht ins Ohr geht und sich gut verkaufen lässt. Viele Evergreens der Popmusik überzeugen auch heute noch.  Ich denke dabei z.B. an die Beatles oder aber auch Elvis Presley.
Zu den moderneren Stilrichtungen gehört  sicherlich Musik wie  Hip Hop, Techno, Hard Rock und Heavy Metel. Charakteristisch für Heavy Metal ist zum Beispiel das schnelle Grundtempo, eine Dominanz des Schlagzeugs, das durch ein recht aggressives Spiel der Elektrogitarre noch verstärkt wird und ein für mich sehr eigenwilliger Gesang.

Technomusik dagegen wird mit Hilfe des Computers elektronisch erzeugt. Diese Tanzmusik kommt ohne Melodie aus und ist auf reinen Rhythmus reduziert. Seit Mitte der 1990iger Jahre wird Technomusik auch mit Gesang kombiniert.

Das Chanson, ursprünglich aus Frankreich stammend, ist im weitesten Sinne ein gesungenes Gedicht. Im 17. und 18. Jahrhundert war es eine Sammelbezeichnung für Strophenlieder heiteren, sentimentalen aber auch politischen Charakters. Ab dem 19. Jahrhundert verstand man darunter ein Vortragslied im Bereich des Kabaretts und der Kleinkunst mit frivolem und ironischem Inhalt. Der Hang zum politischen blieb aber.

Das Musical ist die Form des amerikanischen Musiktheaters mit gesprochenen Dialogen, Gesang, Tanz und Show-Szenen, Es hat sich seit ca. 1900 aus einer Mischung von Operette, Revue und Ballett entwickelt.

Gospellieder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es handelt sich hierbei um ein geistliches Lied der afroamerikanischen Bevölkerung, das wesentlich vom Jazz beeinflusst wurde, dessen Texte sich aber größtenteils auf die Evangelien des Neuen Testaments beziehen.

Country-. oder Westernmusik ist sicherlich eine sehr eigenwillige Stilrichtung. Sie entstand um 1920 in den USA und knüpft an die Follklore-Musik der weißen Siedler des Südens und mittleren Westens an. Ursprünglich wurden als Begleitinstrumente zum Gesang Banjo, Geige und Gitarre bevorzugt, heute aber häufig elektrisch verstärkte Instrumente. Höre ich Country-Musik, habe ich immer John Wane als Westernheld vor Augen.

Eine gute Alternativ wenn man Singen möchte, aber zum Sologesang keinen Mut hat oder vielleicht auch nicht ganz so gut Singen kann, ist der Chorgesang.
Laut Musiklexikon ist das eine Gemeinschaft von Singenden, bei deren ein- und mehrstimmigem Gesang jede Stimme mehrfach besetzt ist.
Hierbei ist sicherlich für den Einzelnen wichtig, dass er in der Gemeinschaft singt, bekanntlich ist man ja gemeinsam immer stärker
Es gibt gemischte Chöre, Männer-, Frauen- und Kinderchöre.

Eines der Grundbedürfnisse des Menschen ist der Drang nach Entfaltung und nach Verwirklichung seiner Selbst.  Singen könnte dabei helfen.
Das mit dem Singen klappt natürlich nicht gleich beim ersten Mal, aber vielleicht jedes Mal ein bisschen mehr.

Sie müssen Sich nur trauen.

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